Städtebauliche Maßnahmen stellen aktuell eine von vielen Strategien von Universitäten dar, mit denen sie versuchen sich in der zunehmend konkurrierenden Hochschullandschaft zu positionieren. Vor diesem Hintergrund waren beim AIV-Schinkel-Wettbewerb 2011 unter dem Motto „Science City – die unbedingte Universität“ Konzepte für eine Aufwertung und Erweiterung des Campus der TU Berlin und der UdK gefragt. Die Entwürfe sollten die Potenziale des Campus Charlottenburg für das Image Berlins als Wissenschaftsstandort herausstellen und die Verknüpfung des Campus mit der umliegenden City West verbessern. Im Rahmen des ISR-Projekts „Rethink your University – Strategische Raumkonzepte für einen innenstadtbezogenen Campus“ des Fachgebietes Städtebau und Siedlungswesen wurden Beiträge für den Wettbewerb erarbeitet. Betreut von Laura Calbet i Elias setzten sich die Entwurfsgruppen zudem mit hochschulpolitischen Fragen sowie mit Identität und Organisation von Universitäten auseinander und reflektierten ihre Ergebnisse in den Entwürfen. Mit dem Claim „AKUPUNKTUR – Berlin University of Technology and Arts“ gewannen die StudentInnen Martin Gebhardt, Johannes Hipp, Peter Mackensen und Larissa Rensing einen Anerkennungspreis in der Sparte „Städtebau“ im Schinkel-Wettbewerb. Die Gruppe entwickelte eine Strategie, die mit der gebauten Realität des Campus und den knappen finanziellen Ressourcen der TU Berlin vereinbar ist. Der Kern des Entwurfes besteht aus flexibel nutzbaren Modulen, sorgfältigen Eingriffen im Gebäudebestand sowie einer prozesshaften Weiterentwicklung des Ostcampus. Mit Hilfe dieser konzeptionellen Grundlagen soll die Orientierung erleichtert und das Gefühl eines zusammengehörigen Campus vermittelt werden.