M1/2 | Master-Studi­en­pro­jekt

Dozent: Dr. Gregor Langen­brinck (Lehr­be­auf­tragter)

LV-Nr.: 06361300 L20
Umfang: 8 SWS / 12 ECTS
Veran­stal­tungstyp: Projekt­se­minar

1. Termin: 20.10.2016
donners­tags 14:00 – 18.00h
Raum: B 224


In wohl jeder Stadt Europas sind sie zu finden: Orte, an denen das, was man als „die euro­päi­sche Stadt“ bezeichnen könnte, aufhört und das beginnt, was „nur“ noch als eine Stadt in Europa oder gar irgendwo auf der Welt zu bezeichnen wäre. Solche Orte in Berlin zu finden, sie zu erkunden und zu beschreiben, steht am Beginn dieses Master­pro­jektes. Orte und Beschrei­bung dienen als Ausgangs­punkte für die Suche nach der neo-euro­päi­schen Stadt. Was zeichnet sie aus? Wie sieht ihr Städ­tebau aus? Wie entwirft man für sie? Für die Suche wird die „Leipzig Charta zur nach­hal­tigen euro­päi­schen Stadt“ kritisch befragt. Dabei fließen aktu­elle Themen der Stadt­ent­wick­lung wie z.B. die Folgen des Klima­wan­dels oder akut des Terro­rismus mit ein. Damit asso­zi­ierte Begriffe wie Verzicht, Sicher­heit, Anpas­sung, Nach­hal­tig­keit oder Resi­lienz auf der einen und wach­sende Ökono­mi­sie­rung städ­ti­scher Lebens­pro­zesse u. a. durch IT auf der anderen Seite, werden für die neo-euro­päi­sche Stadt auf ihre stadt­räum­liche Bedeu­tung hin befragt. Welche Deutungs­macht haben Sie oder sollen sie haben? Wie öffent­lich ist der öffent­liche, wie privat der private Raum in ihr? Soll ihr Raum­pro­gramm para­dig­ma­ti­schen Setzungen der Themen und Begriffe schlicht folgen oder formu­liert sie eine Alter­na­tive?

Ziel ist es, konkrete Entwürfe für eine neo-euro­päi­sche Stadt an den gefun­denen Orten in Berlin zu entwi­ckeln. Dafür wird ein struk­tu­rierter Rahmen vorge­geben, der eine ebenso ziel­ori­en­tierte Annä­he­rung und Grund­la­gen­er­mitt­lung wie freie Arbeits­weise zur indi­vi­du­ellen Entwurfs­ge­stal­tung der Studie­renden erlaubt. Grund­la­gen­kennt­nisse des Entwer­fens und der Plan­dar­stel­lung werden
voraus­ge­setzt. Grund­kennt­nisse sozi­al­wis­sen­schaft­li­cher Stadt­for­schung sind ebenso von Bedeu­tung. Das Projekt basiert auf einer hohen Eigen­stän­dig­keit und Moti­va­tion der Studie­renden. Die Projekt­spra­chen sind Deutsch und Englisch.

Standort

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