Dresden Commo­ning
– Städ­tebau für kollek­tive Stadt­pro­duk­tion
SS 2019

M3 | Master-Auftrags­pro­jekt

Dozentin: Dr. Grit Bürgow

LV-Nr.: 06361300 L22
Umfang: 8 SWS / 12 ECTS
Veran­stal­tungstyp: Projekt­se­minar

1. Termin: 11.04.2019
donners­tags 14.00 – 16.00h
Raum: SE-RH 006 (Atelier)
Unter­richts­sprache: Deutsch / Englisch

Direkt an der Elbe mit dem welt­be­rühmten Cana­l­etto-Blick erstreckt sich eine bedeu­tungs­volle Lücke in der Dres­dener Innen­stadt. Mitten in der baro­cken Elbland­schaft entwi­ckelte sich ein indus­triell geprägtes Konver­si­ons­ge­biet nach jahre­langen Debatten um Parti­ku­lar­in­ter­essen zum Kris­tal­li­sa­ti­ons­punkt um die Frage der städ­ti­schen Gemein­wohl­ori­en­tie­rung. Im Rahmen des Johannes-Göde­ritz-Wett­be­werbs sollen städ­te­bau­liche Entwürfe als radi­kale Alter­na­tiven zu den vergan­genen Planungen für ein inner­städ­ti­sches Quar­tier entstehen, sodass eine Viel­falt an gemein­wohl­ori­en­tierten Zukunfts­sze­na­rien für die bestehenden und zukünf­tigen Dres­de­ne­rinnen und Dres­dener zur Verfü­gung gestellt wird.

Am rechten Elbufer unter­halb der Mari­en­brücke bieten der unge­nutzte Leip­ziger Bahnhof sowie der Neustädter Hafen mit der umlie­genden Leip­ziger Vorstadt eine aufmerk­sam­keits- und geschichts­ge­la­dene Kulisse, um kollek­tive Formen des Wohnens, Arbei­tens, Lernens und der Kultur auf Grund­lage gegen­wär­tiger Ressourcen der Stadt­pro­duk­tion vorzu­schlagen. Dabei werden Antworten auf die drän­genden Fragen der Stadt­ent­wick­lung gesucht: Auf welche lokalen Ressourcen und Akteure können zukünf­tige Quar­tiere am Rand der Dres­dener Innen­stadt aufbauen? Welche Prozesse und Orte werden für kollek­tive Stadt­pro­duk­tion benö­tigt? Welche Räume können im Sinne des commo­ning in städ­te­bau­li­chen Konfi­gu­ra­tionen vorge­schlagen werden? Wie können möglicht viele Nutze­rInnen von den Profiten des Stadt­wachs­tums profi­tieren? Anhand von konkreten Vor-Ort-Analysen und anpas­sungs­fä­higen Städ­tebau-Entwürfen sollen Räume des commo­ning für das Zentrum Dres­dens entstehen. Program­ma­tisch und wegwei­send sollen die Entwürfe zur Debatte um städ­ti­sches Gemein­wohl beitragen und eine gemein­schaft­liche Perspek­tive auf Stadt­wachstum stärken.

Die Veran­stal­tung nimmt Teil am dies­jäh­rigen Johannes-Göde­ritz-Wett­be­werb, welcher von der gleich­na­migen Stif­tung und der TU Berlin ausge­lobt und in Koope­ra­tion mit der Stadt Dresden durch­ge­führt wird. Im Mittel­punkt des Semes­ters steht ein städ­te­bau­li­cher Entwurf auf Grund­lage der Auslo­bung. Die Wett­be­werbs­er­geb­nisse fließen in einen Dres­dener Betei­li­gungs­pro­zess ein und werden ausge­stellt.

Kennt­nisse des Entwer­fens und der Plan­dar­stel­lung werden voraus­ge­setzt. Ebenso sind Grund­kennt­nisse sozi­al­wis­sen­schaft­li­cher und nach­hal­tiger Stadt­for­schung von Bedeu­tung. Das Auftrags­pro­jekt setzt ein fort­ge­schrit­tenes MA-Studium voraus, ein gestei­gertes Inter­esse am Entwurf und basiert auf einer hohen Eigen­stän­dig­keit der Studie­renden.

Standort

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