WILLKOMMEN IN DER
PRODUKTIVEN PROVINZSTADT

Was ist eine Provinzstadt, was charakterisiert sie, wie wird Provinzstadt gemacht? Welche Typen von Provinzstädten und umgebendem ländliche Räume können differenziert werden? Das Kooperationsprojekt „Fachlicher Nachwuchs entwirft Zukunft“ nimmt diese Fragen zum Ausgangspunkt und entwirft mit den Studierenden aus elf teilnehmenden Hochschulen an der Definition einer produktiven Provinzstadt Stadt. Mit der Konzentration auf ländliche Räume und dem etwas provokativ genutzten Begriff der Provinzstadt soll der Versuch unternommen werden, sich theoretisch und im planerisch-städtebaulichen Kontext explizit auf kleinere Städte in peripheren Räumen zu fokussieren und Produktivität sowohl in seinem ökonomischen Bezug als auch in seiner schöpferischen Kraft zu betrachten. Dabei werden aktuelle Entwicklungen, wie bspw. die Digitalisierung, die Energiewende und globale Migrationsentwicklungen einbezogen.


Vor diesem Hintergrund werden im Wintersemester 2017/2018 in vielfältigen Lehrveranstaltungen der Hochschulen verschiedene Aspekte der produktiven Provinzstadt aufgegriffen und visionäre, zukunftsausgerichtete Handlungs- und Gestaltungsperspektiven für die Kleinstädte in peripheren ländlichen Räumen entwickelt. Die Ergebnisse werden von den Studierenden in der gemeinsamen Winterschule vom 11. bis 16. März 2018 an der Fachhochschule Erfurt zusammengeführt, weitergedacht und vertieft. Die Frage, welchen produktiven Input dieser Typus ländlicher Räume und seine kleineren Städte heute für die Entwicklung unserer europäischen Gesellschaften des 21. Jahrhunderts geben kann steht dabei im Vordergrund.

 

 

Die Publikation zum Projekt »Lehr- und Lernraum StadtLand – Auf dem Weg zu einem neuen Planungsverständnis« kann hier heruntergeladen werden.

Winterschule

Hochschulen

Studierende

Veröffentlichung und Präsentation auf dem 6. Hochschultag der Nationalen Stadtentwicklungspolitik 2018 in Berlin
Die Ergebnisse der diesjährigen Winterschule zur produktiven Provinzstadt im Rahmen des Projektes „Fachlicher Nachwuchs entwirft Zukunft“ (FH Erfurt und TU Berlin) standen im Mittelpunkt einer FishBowl-Diskussion zwischen dem Bundesbauministerium, Lehrenden sowie Studierenden auf dem 6. Hochschultag der Nationalen Stadtentwicklungspolitik 2018 in Berlin. Im Zentrum stand die Frage, wie die spezifische Situation der strukturschwachen ländlichen Räume stärker in den Fokus politischer und planerischer Handlungs- und Entscheidungsträger gerückt werden kann. Einen Beitrag dazu bietet die Grundkonzeption eines Hochschulcampus als Bindeglied zwischen verdichteten und ländlichen Räumen.

Hochschulübergreifend erarbeiteten Studierende des Kooperationsprojekts zwischen elf deutschen Planungsfakultäten während der gemeinsamen Winterschule in Erfurt dynamische Prozesse und Bilder der Provinzstadt als Lehr- und Lernraum des StadtLands. 
Ein besonderer Dank gilt unseren Erfurter Kollegen (Prof. Dr. Reinhold Zemke, Dr. Kerstin Schenkel) für die engagierte Diskussion und der professionellen Präsentation durch unsere Studierenden.

Die dazugehörige Publikation kann ab sofort auf dem digitalen Repositorium der TU Berlin herunterladen werden:

https://depositonce.tu-berlin.de//handle/11303/7763

KICK-OFF: WINTERSCHOOL BESCHÄFTIGT SICH MIT „PRODUKTIVEN PROVINZSTÄDTEN“

Seit dem 11. März 2018 beschäftigen sich rund 40 Studierende aus Planungsfakultäten elf deutscher Hochschulen im Rahmen des Projektes „Nachwuchs entwirft Zukunft“ mit visionären, zukunftsausgerichteten Handlungs- und Gestaltungsperspektiven für die Kleinstädte in peripheren ländlichen Räumen – den „Produktiven Provinzstädten“.
An den elf Hochschulen wurden bereits über das vergangene Wintersemester in vielfältigen Lehrveranstaltungen verschiedene Aspekte der produktiven Provinzstadt aufgegriffen. Nun werden die Ergebnisse in der Winterschool zusammengeführt, weitergedacht und vertieft. Im Vordergrund steht dabei die Frage, welchen produktiven Input dieser Typus ländlicher Räume und seine kleineren Städte heute für die Entwicklung unserer europäischen Gesellschaften des 21. Jahrhunderts geben kann.

Die Winterschool wird von der Fachrichtung Stadt- und Raumplanung an der Fachhochschule Erfurt ausgerichtet. Bereits zum Auftakt wurde die hohe Qualität der Beiträge der beteiligten Studierenden durch ihre Impulsvorträge deutlich.
In ihren Begrüßungsworten hob Almuth Draeger vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit die hervorragende Möglichkeit für die Studierenden hervor, im Rahmen der Winterschool frei und kreativ zu denken. Dies ermögliche die Betrachtung der gesellschaftlichen Problemstellungen aus anderen Blickwinkeln und Perspektiven, mit denen Kleinstädte und periphere ländliche Räume in Thüringen aufgrund der Schrumpfungsprozesse konfrontiert sind.

Fotos (Dr. Kerstin Schenkel): Die Teilnehmenden beim Informationsaustausch zum Auftakt der Winterschool.

Nach einem Besuch der Studierenden in drei kooperierenden Kleinstädten und Dörfern – Bad Liebenstein, Stadtilm und Nöbdenitz – sind die Tage bis Donnerstag geprägt von gemeinsamer Erarbeitung und Konzeption von Lösungsansätzen für die Aufgabenstellung.
Die Ergebnispräsentation und FishBowl-Diskussion „Die Produktive Provinzstadt“ findet dann am Donnerstag, 16. März 2018, ab 16 Uhr in der Galerie der Fakultät Architektur und Stadtplanung, Schlüterstraße 1, statt.

 

 

Vertreterinnen und Vertreter der Medien sowie Interessierte sind herzlich zur Veranstaltung eingeladen.
Die Winterschool wird aus Mitteln der Nationalen Stadtentwicklungspolitik des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit gefördert und von der Technischen Universität Berlin koordiniert.

NEUE PERSPEKTIVEN AUF
DIE PROVINZSTADT

Provinz – strukturschwach, schrumpfend, rückständig und engstirnig. So ungefähr liest sich die Ansammlung von pejorativen Zuschreibungen, mit denen ländliche Räume seit Beginn der Industrialisierung und dem Beginn ihres zunehmenden Bedeutungsverlusts in den europäischen Staaten charakterisiert wurden und werden. Mit der Konzentration auf eben diese ländlichen Räume und dem etwas provokativ genutzten Begriff der Provinzstadt soll der Versuch unternommen werden, sich theoretisch und im planerisch-städtebaulichen Kontext explizit auf kleinere Städte in peripheren Räumen jenseits normativer Setzungen, Typisierungen der Raumbeobachtung und polarisierender Zuschreibungen zu fokussieren.


Das aus Mitteln der Nationalen Stadtentwicklungspolitik geförderte Projekt "Fachlicher Nachwuchs entwirft Zukunft" will aktuelle Forschungsfelder der Stadtentwicklungspolitik mit den Gedanken angehender Planer und Gestalter an den Universitäten und Hochschulen zusammenbringen.