RWTH Aachen

PROVINZSTÄDTE IM RHEINISCHEN BRAUNKOHLEREVIER

Dr. Daniela Karow-Kluge, Gisela Schmitt
Lehrstuhl für Planungstheorie und Stadtentwicklung (Prof. Klaus Selle)

In einem dicht besiedelten Bundesland wie Nordrhein-Westfalen lassen sich viele Provinzstädte finden, die in noch innerhalb großstädtischer Verflechtungsräume liegen und dennoch die Charakteristika ländlicher Gemeinden wie geringe Einwohnerdichte, schlechte Erreichbarkeit und stagnierende wirtschaftliche Entwicklungen aufweisen. In ihren selbstgewählten Masterprojekten fragen die Aachener Studierenden nach der zukünftigen Produktivität von Provinzstädten im Rheinischen Braunkohlenrevier. In einer vom wirtschaftlichen Strukturwandel geprägten Region untersuchen sie exemplarisch an zwei Fallbeispielen die Entwicklungsoptionen von Provinzstädten ausgehend von drei verschiedenen thematischen Zugängen:

  • Die historische Perspektive auf politische, gesellschaftliche, und wirtschaftliche Transformationen und „ablesbare Muster“ der räumlichen Entwicklung.
  • Die Bewohnersicht auf die Provinz: Identifikation und Alltagsbewältigung als Ausgangspunkt für planerische Konzepte.
  • Den Handlungsspielraum (kleinstädtischer) Akteure zwischen klassischen Instrumenten und neuen Strategien, Allianzen und (interkommunalen) Kooperationen.

Das aus Mitteln der Nationalen Stadtentwicklungspolitik geförderte Projekt "Fachlicher Nachwuchs entwirft Zukunft" will aktuelle Forschungsfelder der Stadtentwicklungspolitik mit den Gedanken angehender Planer und Gestalter an den Universitäten und Hochschulen zusammenbringen.