WILLKOMMEN IN DER
REBELLISCHEN STADT

Das „Rebellische“ ist ein wesentlicher Bestandteil der DNA der europäischen Stadt: Selbstverwaltung, lokale Mitbestimmung und dezentrale Strukturen prägen das Verständnis der Städte und Gemeinden in Deutschland besonders seit dem Mittelalter – bis heute. Das Kooperationsprojekt „Fachlicher Nachwuchs entwirft Zukunft“ nimmt diese Aspekte zum Ausgangspunkt und entwirft mit den Studierenden aus elf teilnehmenden Hochschulen an der Definition einer rebellischen Stadt. Die zunehmende Bedeutung der Städte als Wachstums- und Innovationsräume ist zusätzlich ein Anstoß, dieser Entwicklungslinie zu folgen und sich mit aktuellen Diskursen sowie Phänomenen zur „Rebellischen Stadt“ der Vergangenheit, der Gegenwart und der Zukunft eingehend auseinanderzusetzen.

 

Vor diesem Hintergrund werden im Wintersemester 2018/2019 in vielfältigen Lehrveranstaltungen der Hochschulen verschiedene Aspekte der rebellischen Stadt aufgegriffen und visionäre, zukunftsausgerichtete Handlungs- und Gestaltungsperspektiven für Städte entwickelt. Die Ergebnisse werden von den Studierenden in der gemeinsamen Winterschule vom 24. Februar bis 01. März 2019 an der Technischen Universität Kaiserslautern zusammengeführt, weitergedacht und vertieft. Die gezielte Auseinandersetzung mit verschiedenen Formen des Aufbegehrens und des Konflikts im Zusammenhang mit Entwürfen oder Planungsvorhaben soll insgesamt neue Blickwinkel auf die Stadtentwicklung eröffnen. Mit dem Thema werden (stadt)gesellschaftliche Entwicklungen ebenso aufgegriffen wie prozessbezogene Aspekte zum Selbstverständnis der Planung.

Winterschule

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Studierende

NEUE BLICKWINKEL AUF DIE
REBELLISCHE STADT

Das „Rebellische“ ist ein wesentlicher Bestandteil der DNA der europäischen Stadt. Die kommunale Selbstverwaltung und das heute bestimmende Subsidiaritätsprinzip ließen sich nur im Widerstreit gegen die feudale Ordnung im Mittelalter erlangen. Die Basis dafür bildeten die wirtschaftliche Kraft und der zunehmende Wohlstand in den Städten. Auch während der Zeit des Absolutismus und der Nationalstaatenbildung waren es die Städte, die für lokale Mitbestimmung und für Dezentralität kämpften. Die gezielte Auseinandersetzung mit verschiedenen Formen des Aufbegehrens und des Konflikts im Zusammenhang mit städtebaulichen Entwürfen oder Planungsvorhaben soll insgesamt neue Blickwinkel auf die Stadtentwicklung eröffnen. Mit dem Thema werden (stadt)gesellschaftliche Entwicklungen ebenso aufgegriffen wie prozessbezogene Aspekte zum Selbstverständnis der Planung.

 

TRIEBKRÄFTE UND POTENZIALE DES AUFBEGEHRENS IN PLANUNGSPROZESSEN – DIE PUBLIKATION ZUR REBELLISCHEN STADT

Wie gehen angehende Planer und Planerinnen mit Rebellion und Widerstand in der Stadtplanung um? Diese Dokumentation führt Ergebnisse aus der Hochschullehre und einer nationalen Winterschule in Kaiserslautern zusammen und zeigt an drei bemerkenswerten Bei-spielen auf, dass Proteste und Konflikte Planungsprozesse bremsen und verzögern können, sie bergen jedoch auch wertvolle Anstöße und Ideen für Stadtentwicklungsprozesse. Denn zu den Kernaufgaben von Planung zählt heute das Aushandeln und Ausbalancieren verschiedener Interessen und Zielvorstellungen, womit pluralistische Planung zum essentiellen Bestandteil kommunaler Demokratie wird. 

 

Das aus Mitteln der Nationalen Stadtentwicklungspolitik geförderte Projekt "Fachlicher Nachwuchs entwirft Zukunft" will aktuelle Forschungsfelder der Stadtentwicklungspolitik mit den Gedanken angehender Planer und Gestalter an den Universitäten und Hochschulen zusammenbringen.