Städ­te­bau­li­ches Entwerfen | Steg­reif (SE)

Dozen­tInnen: Prof. Dr. Angela Uttke, Laura Calbet i Elias, Andreas Brück


Welche histo­ri­schen Schichten können in gewach­senen Stadt­räumen iden­ti­fi­ziert werden? Welcher Städ­tebau bildete ihre Basis? Wie wird diese Basis heute inter­pre­tiert und weiter­ent­wi­ckelt? Wie kann städ­te­bau­liche Entwick­lungs­ge­schichte sichtbar und erlebbar werden sowie an Dritte vermit­telt werden? 

Diese Fragen bilden den Ausgangs­punkt eines Steg­reifs, der an Hand der Erwei­te­rungs­pläne für Barce­lona (1859) und Berlin (1862) das wandelnde Verständnis von Planung, die verschie­denen städ­te­bau­li­chen Para­digmen sowie die Ausein­an­der­set­zung mit Raum und Plan behan­deln wird. Die Form der Vermitt­lung von Pläne und städ­te­bau­li­chen Visionen wird eben­falls thema­ti­siert. 

Die Veran­stal­tung umfasst eine Exkur­sion nach Barce­lona. Ziel der Exkur­sion ist es, Tech­niken des Mapping, insbe­son­dere die Entwick­lung einer Frage­stel­lung und die Beob­ach­tung des Raumes, zu üben. Diese Übung in einem fremden Raum durch­zu­führen, bietet sich an, weil „Sehge­wohn­heiten“ vermieden werden können und eine distan­zier­tere Ausein­an­der­set­zung statt­finden kann. Zugleich soll der Versuchs­raum Barce­lona für die Arbeit in Berlin nutzbar gemacht werden. Die Stadt­er­wei­te­rung von Barce­lona aus Mitte des 19. Jahr­hun­derts (Eixample) eignet sich dafür, weil sie 1) eine schnell erfass­bare Stadt­struktur hat, die 2) in seiner der Entste­hungs­ge­schichte deut­liche Paral­le­li­täten mit der Berliner Stadt­er­wei­te­rung aufweist und 3) die Voraus­set­zungen einer unbe­kannten Umge­bung erfüllt. 

Forschungs­pro­jekt
DFG Vom Wert und Werden des Hobrecht­schen Berlins

 

Standort

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