Städ­te­bau­li­ches Entwerfen | Steg­reif (SE)

Dozen­tInnen: Prof. Dr. Angela Uttke, Andreas Brück, Anna Juliane Hein­rich

Koope­ra­ti­ons­partner: Albrecht-Dürer-Gymna­sium, Aktion! KMS, JAS Jugend Archi­tektur Stadt e.V.


Vor 150 Jahren hat James Hobrecht die Erwei­te­rungs­pläne für Berlin präsen­tiert: radikal, einfach, einprägsam … mit Blöcken, Straßen und Plätzen. Das Böhmi­sche Dorf Neukölln wurde von den Ideen Hobrechts über­schrieben und durch Bauten und Menschen zu dem Berlin, wie wir es heute kennen. 

Dennoch kann diese Stadt unter­schied­lich betrachtet und gelesen werden. Ein eindeu­tiger Punkt auf dem Stadt­plan ist in Realität viel­schichtig, subjektiv und einzig­artig. Gebäude, Straßen und Frei­räume –  die Hard­ware der Stadt – bestimmen seine Form, aber gleich­zeitig wirken an einem Ort – als Soft­ware der Stadt – Bewohner mit ihrem Handeln und Tun. Die analy­ti­sche und künst­le­ri­sche Methode des Mapping beruht genau auf dieser Erkenntnis und forciert eine diffe­ren­zierten Wahr­neh­mung der räum­li­chen und ästhe­ti­schen, tempo­rären und program­ma­ti­schen, sozialen und gesell­schaft­li­chen Funk­tion von Raum. Je nach Sicht­weise lassen sich eine Viel­zahl von Orten an einem Ort entde­cken.

Im Rahmen des Schüler-Studenten-Work­shops soll das Hobrecht­sche Berlin in Rela­tion zur gewach­senen, dörf­li­chen Struktur Rixdorfs entlang der Karl-Marx-Straße aufge­spürt und visuell fest­ge­halten werden –- in Karten, Fotos, Modellen etc.. Im Span­nungs­feld zwischen Dorf und Metro­pole, wird folgende Fragen nach­ge­gangen:

  • Welche histo­ri­schen Schichten können in dem Stadt­teil Neukölln und entlang der Karl-Marx-Straße entdeckt werden (Hard­ware)? 
  • Wie werden die Räume genutzt und durch die Menschen ange­eignet (Soft­ware)? 

Schluss­end­lich geht es auch darum, über Inter­ven­tionen Hobrecht in Berlin sichtbar zu machen. 

  • Welche tempo­rären Inter­ven­tionen machen das möglich? 
  • Wie können diese Inter­ven­tion über Verän­de­rung und Über­spit­zung das gewohnte Bild von bestimmten Orten verän­dern, sodass wir bewusst aufmerksam auf sie werden? 

Studie­rende der TU Berlin und Schüler der 9. Klasse des Albrecht-Dürer-Gymna­siums werden in Teams die KMS und Umge­bung gemeinsam entde­cken, analy­sieren und visua­li­sieren sowie Inter­ven­tionen zur Sichtbar- und Erleb­bar­ma­chung planen. Eine oder mehre Inter­ven­tionen werden im Raum erprobt und doku­men­tiert. Alle Ergeb­nisse werden in Plakaten und Modellen für die Ausstel­lung während der Veran­stal­tung 24h-Neukölln aufbe­reitet.

Ergeb­nisse
Die Ergeb­nisse des Work­shops sind in folgender Broschüre fest­ge­halten: http://​www​.aktion​-kms​.de/​f​i​l​e​s​/​s​c​h​u​e​l​e​r​w​o​r​k​s​h​o​p​s​_​2​0​12.pdf

Forschungs­pro­jekt
DFG Vom Wert und Werden des Hobrecht­schen Berlins

 

Standort

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