Master-Auftrags­pro­jekt

Dozentin: Laura Calbet i Elias

Modul: M3 SRP
Umfang: 4 SWS / 12 ECTS
Veran­stal­tungstyp: Projekt

1. Termin: 16.04.2015
Donners­tags 14.00 – 16.00h
Raum: SE-RH 006 (Atelier)


Seit einigen Jahren steigen die Wohnungs­preise in deut­schen Städten merk­lich. Bezahl­barer Wohn­raum in größeren Städten ist oft Mangel­ware, während der Bedarf an Wohnungen wächst. Bremen ist hierbei keine Ausnahme. Seit 2008 stiegen die Ange­bots­mieten durch­schnitt­lich um 16 Prozent, in zentralen Berei­chen sogar bis zu 30 Prozent. Zugleich sank die Anzahl der geför­derten Wohnungs­be­stände konti­nu­ier­lich. Mit einer „Wohnungs­bau­of­fen­sive“ erhofft sich das Land den Span­nungen am Wohnungs­markt entge­gen­zu­wirken. Ange­strebt wird die Fertig­stel­lung von jähr­lich 1.300 Wohn­ein­heiten. Das Programm „Wohn­bau­flä­chen 30+“ soll dabei die Entwick­lung von ausge­wie­senen Flächen­po­ten­tialen voran­treiben. Verschie­dene Pilot­pro­jekte sind mit diesem Ziel einge­leitet worden.

Doch obwohl ein großer Konsens über die Notwen­dig­keit des Neubaus von Wohnungen besteht, sind Bauvor­haben und sogar Pilot­pro­jekte nicht selten umstritten. Grund dafür sind die geho­benen Stan­dards und uner­schwing­li­chen Preise der neuerrich­teten Wohn­kom­plexe. Verschie­dene Akteure sind bemüht, sich mit Stra­te­gien, die dem Wohn­raum­be­darf der Stadtbewohner_innen entspre­chen, einzu­bringen. In diesem Rahmen hat die Stadt­ver­wal­tung breite Betei­li­gungs­pro­zesse mit Initia­tiven, die konkreten Bauvor­haben kritisch gegen­über­stehen, einge­leitet. Auch das im Jahr 2012 gegrün­dete Bremer Akti­ons­bündnis Menschen­recht auf Wohnen strebt „bei der Suche nach Ideen und Lösungen“ für bezahl­baren Wohn­raum an, „aktiv mitzu­wirken“. (http://​www​.menschen​recht​-auf​-wohnen​.de/)

Das Projekt setzt sich mit der Frage ausein­ander, wie in der fiska­lisch ange­spannten Stadt im Zusam­men­wirken mit anderen Akteuren vor Ort (Eigen­tümer, öff. Wohnungsbaugesellschaften/Genossenschaften, Initia­tiven, etc.) erschwing­li­cher Wohnungs­neubau errichtet werden kann. Ausge­hend von drei konkreten Bauge­bieten sollen Entwürfe und Stra­te­gien für zeit­ge­mäße Wohn­mo­delle und Stadt­quar­tiere entstehen, welche bezahl­baren Wohn­raum und aktu­elle Anfor­de­rungen bezüg­lich z. B. Haus­halts­großen und Demo­gra­phie (auf der Wohnungs­ebene) mit Funk­ti­ons­mi­schung und Nach­hal­tig­keit u. a. (auf Quar­tiers­ebene) verein­baren.

Plakate, Modelle und Proto­typen oder Baukästen dienen dazu, die Projekt­er­geb­nisse anschau­lich zu machen und zu kommu­ni­zieren. Das Master­pro­jekt wird als Entwurfs­ar­beit durch­ge­führt. Entspre­chend wird fast durch­ge­hend in Klein­gruppen gear­beitet. Die Abga­be­leis­tung pro Klein­gruppe ist ein Entwurf – darge­stellt auf Plakaten, im Modell und in einer Broschüre.

Die Veran­stal­tung richtet sich explizit an Studie­rende mit Entwurfs­er­fah­rung. Grund­la­gen­kennt­nisse des Entwer­fens, der Plan­dar­stel­lung, des Modell­baus, etc. werden voraus­ge­setzt.

Tech­ni­sche Univer­sität Berlin

Fakultät VI – Planen Bauen Umwelt
Institut für Stadt- und Regio­nal­pla­nung (ISR)
Fach­ge­biet Städ­tebau und Sied­lungs­wesen
Harden­bergstr. 40A
Sekre­ta­riat B9
D – 10623 Berlin

Sekre­ta­riat

Andrea Bluhm
Raum: B 221
Telefon: +49 (0)30 – 314 28098
Fax: +49 (0)30 – 314 28153
E-Mail: sekretariat[at]udc.tu-berlin.de

Sprech­zeiten

während der Vorle­sungs­zeit  |  ab 08. April 2019
Montag             10 – 12 Uhr
Dienstag          ——
Mitt­woch         10 – 12 Uhr
Donnerstag    13:30 – 14:30 Uhr
Freitag              ——

und nach vorhe­riger Termin-Verein­ba­rung 

Abwei­chungen

18. – 26. April 2019: geschlossen, keine Sprech­zeiten

Standort

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