TU Dortmund

Informeller Urbanismus.
Leipzig and beyond

Stephan Willinger
Fakultät Raumplanung, Fachgebiet Städtebau, Stadtgestaltung und Bauleitplanung

Das Projekt diskutiert die Bedeutung des Informellen in der neo-europäischen Stadt und will damit einen Beitrag zur Re-Formulierung der Leipzig-Charta leisten. Die Stadt Leipzig war im letzten Jahrzehnt nicht nur der Ort, an dem die gleichnamige Charta verabschiedet wurde. Sie hat auch als erste Stadt den strategischen Umgang mit Zwischennutzungen und anderen Instrumenten des Informellen Urbanismus erprobt. Von dort aus werden sich die Studierenden damit beschäftigen, was Stadtplaner von Zwischennutzern, urbanen Gärtnern und anderen Initiativen lernen können. Dabei betrachten und vergleichen sie die Ansätze von Gruppen wie Assemble, raumlabor berlin, teleinternetcafé und Urban Catalyst.

Wir wollen uns fragen: Welche informellen Akteure, innovativen Netzwerke und Plattformen können als Ko-Produzenten der Stadtentwicklung angesehen werden? Welche Rolle spielen Brachen, Abstandsflächen und Gebäudeleerstände für die Entwicklung der neo-europäischen Stadt? Wie ist das Verhältnis von Planung und Informellem Urbanismus? Die Veranstaltung wird in Zusammenarbeit mit der urban school ruhr durchgeführt, die im südlichen Ruhrgebiet mit temporären Installationen und 1:1-Modellen experimentiert.

Das aus Mitteln der Nationalen Stadtentwicklungspolitik geförderte Projekt "Fachlicher Nachwuchs entwirft Zukunft" will aktuelle Forschungsfelder der Stadtentwicklungspolitik mit den Gedanken angehender Planer und Gestalter an den Universitäten und Hochschulen zusammenbringen.