Bauhaus-Universität Weimar

„Armutsmigration“ – was tut die Stadt/Planung?

Jenny Künkel
Fakultät Architektur und Urbanistik, Professur Stadtplanung

Das Projekt untersucht Praktiken des stadtpolitischen und -planerischen Umgangs mit jenen Migranten und Migrantinnen, denen in Deutschland ein regulärer Zugang zu sozialstaatlichen Leistungen weitgehend verwehrt bleibt (also v.a. Migranten und Migrantinnen aus EU-Ländern). Dabei fokussiert das Projekt prekäres Wohnen und die Nutzung öffentlicher Räume. Studierende erforschen in Fallstudien, wie Städte das Phänomen der „Armutsmigration“ mit hervorbringen, verhandeln und bearbeiten. Methoden wie Expertinnen-Interviews, Diskursanalyse oder Beobachtung kommen zum Einsatz. Der Beitrag zur Winterschule ist v.a. eine Auseinandersetzung mit Kernthemen der Leipzig Charta „öffentlicher Raum“ und „sozial benachteiligte Stadtviertel“ sowie mit Migration und Armut als „vergessenen“ Themen der Charta aus verschiedenen Perspektiven kritischer Stadtforschung.

Das aus Mitteln der Nationalen Stadtentwicklungspolitik geförderte Projekt "Fachlicher Nachwuchs entwirft Zukunft" will aktuelle Forschungsfelder der Stadtentwicklungspolitik mit den Gedanken angehender Planer und Gestalter an den Universitäten und Hochschulen zusammenbringen.